Thema der Ausstellung

„Geraubt. Entwurzelt.“ ist eine Bildungsausstellung über Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs aus den deutsch besetzten Gebieten des mittel- und osteuropäischen Raums nach Deutschland in das Kerngebiet des damaligen Deutschen Reiches entführt und zwangsgermanisiert wurden. Zudem weist die Ausstellung auf gegenwärtige Fälle von Kinderraub und Kinderrechtsverletzungen hin, denn diese Verbrechen haben nicht nur zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland stattgefunden.

Zielgruppe der Ausstellung

Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schüler*innen im Alter von 14 bis 19 Jahren sowie an Lehrer*innen und Trainer*innen, die sie als Hilfsmittel im Unterricht oder Workshop einsetzen wollen.

Technisches und Sprachen

Die Ausstellung besteht aus 13 Tafeln: einer Titeltafel, elf Thementafeln und einer Abschlusstafel. Jede Tafel ist auf einem Roll-Up gedruckt, das 100 × 200 cm groß und einfach aufzubauen ist. Die Ausstellung steht in deutscher, englischer, polnischer, tschechischer und ukrainischer Sprache zur Verfügung. Jede Ausstellungsversion ist nur in einer Sprache verfasst.

Ausleihe der Ausstellung

Die deutschsprachige Version der Ausstellung kann bei der Kreisau-Initiative in Berlin an interessierte Einrichtungen und Schulen verliehen werden. Gerne kann begleitend dazu ein Workshop für Jugendliche gebucht werden. Bitte wenden Sie sich zur Besprechung von Details an Carolin Wenzel (wenzel@kreisau.de, Tel. +49 156 78856502).


Die Ausstellung als pädagogisches Hilfsmittel

Die Ausstellung wurde als pädagogisches Hilfsmittel für die Teilnehmer*innen eines Workshops über geraubte Kinder konzipiert. Durch die Ausstellung kann ein*e Lehrer*in oder Trainer*in führen, der*die sich zuvor mit der Geschichte der geraubten Kindern vertraut gemacht hat. Im Rahmen einer Schulung nach dem Peer-Learning-Ansatz können auch Jugendliche für diese Aufgabe vorbereitet werden. Für die vorgestellten potenziellen Ausstellungsbegleiter*innen wurde diese Handreichung erstellt.

Kann man die Ausstellung unabhängig von der Teilnahme an einem Workshop besuchen?

Die Ausstellung kann sowohl von Jugendlichen als auch Erwachsenen unabhängig von den angebotenen Workshops besucht werden. Wir hoffen, dass sie als leicht verständliche Einführung in das Thema Raub und Germanisierung von Kindern dient und dazu anregt, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Interessierten empfehlen wir ebenfalls die Lektüre der historischen Essays.

QR-Codes

Auf ausgewählten Ausstellungstafeln befinden sich Felder mit QR-Codes. Sie führen zu ausführlichen Informationen zu bestimmten Themen, die verschlagwortet oberhalb des QR-Codes stehen und auch auf dieser Internetseite aufgerufen werden können. Sie ergänzen die an den Ausstellungstafeln dargestellten Inhalte, vertiefen Themen, die durch die einzelnen Abbildungen und Beschreibungen angedeutet werden, oder greifen Fragen auf, die für das Verständnis des Themas Kinderraub und Germanisierung relevant sind und deren direkte Aufnahme auf der Tafel den Erzählfluss gestört hätte.

Sollen alle QR-Codes gelesen werden?

Die Lektüre der in QR-Codes verlinkten Texte ist als ein ergänzendes Angebot und als Wissenserweiterung gedacht. Für das Verständnis der Ausstellung ist es nicht notwendig sie zu kennen, da die grundlegenden Themen auf den Haupttafeln der Ausstellung zu finden sind. Vor allem bei der Teilnahme an pädagogischen Workshops wird es jedoch empfohlen, sich auch mit diesen Inhalten vertraut zu machen.

Wie können QR-Codes in der Bildungsarbeit eingesetzt werden?

Inhalte, auf die die QR-Codes verweisen, sollten von der Person, die durch die Ausstellung führt, erläutert werden können. Die Einladung, alle oder ausgewählte Codes selbst zu scannen, kann jedoch Teil einer zusätzlichen Aktivität nach oder während der Führung sein. Es hängt alleine vom Einfallsreichtum der Ausstellungsbegleiter*in ab, welche Aufgaben Jugendliche erledigen sollen. Ein Beispiel: nach der Führung bestimmte zusätzliche Inhalte heraussuchen und sie als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit und Aufgaben nehmen, die selbstständig (als Hausaufgaben) oder in der Gruppe zu erledigen sind. In der Ausstellungshandreichung sind einige Vorschläge für weitere Aktivitäten zu finden.


Wie fange ich an?

Wer an einer Führung durch die Ausstellung teilnimmt oder sie auf eigene Faust erkunden möchte, sollte zunächst mit seinem Mobilgerät den QR-Code scannen, der sich auf der ersten Titeltafel der Ausstellung befindet. Dieser QR-Code ist mit dieser Webseite verlinkt. Dort befindet sich eine Handreichung, die bei der Führung von Gruppen durch die Ausstellung hilft. In ihr finden sich wertvolle Hinweise zu besonders wichtigen Stellen auf den einzelnen Tafeln, um zu gewährleisten, dass die Besucher*innen diese auch wirklich wahrnehmen oder ihnen die Möglichkeit geben, auf Inhalte zu verweisen, die im bisherigen Lehrstoff noch nicht behandelt worden sind.